vietnam wasserbueffel

Reisebericht Vietnam

Meine Reise im Dezember 2015 führte mich mit einer Gruppe von 29 Reiselustigen nach Vietnam. Hanoi, Halong Bucht (wird vielen ein Begriff sein), Dong Hoi mit den Höhlen, Hue, Hai-Van-Pass (Wolkenpass), Da Nang, Hoi An, My Son Sanctuary und Saigon waren dabei die Höhepunkte. Ich persönlich wollte dabei auch die ursprünglichen Seiten Vietnams kennen lernen, Kontakt mit der Landbevölkerung aufnehmen – deshalb nutzte ich auch den freien Tag um mit einem Motorrad-Taxi Fahrer zumindest einen kleinen Teil von Vietnam zu erkundigen und auch in die Dörfer hinauszufahren.

Bevor ich die Eckpunkte der „Rundreise“ beschreibe möchte ich noch meine persönlichen Gedanken, Empfehlungen und Eindrücke zu der Reise erzählen.

Wenn man es rein zum Fotografieren betrachtet – sind die Rahmenbedingungen bei einer Rundreise natürlich nicht ganz optimal, es sind um die 30 Personen mit einem Bus unterwegs, wenn da ein interessantes Motiv seitlich an der Straße ist und es springen 30 Personen mit die Kameras aus dem Bus… man kann sich vorstellen, dass ist  für das zu fotografierende (menschliche) Objekt nicht immer gerade angenehm. Aber ich wusste natürlich das ist eine Rundreise und der Schwerpunkt liegt nicht auf das Fotografieren sondern mehr auf Kultur.

Meiner Meinung könnte man den Süden und den Besuch des Schwimmenden Marktes streichen und anstatt dessen in den Norden, SaPa (Sa Pa) – die Reisterrassen dazu nehmen, die sind wirklich schön zum Ansehen und besonders schön zum Fotografieren – ich denke aber das ist auch eine Preissache – das Gesamtpaket darf nur einen bestimmten Preis kosten und SaPa wird doch teurer sein als der Süden. Ich für mich möchte Vietnam auf jeden Fall wieder bereisen. Wahrscheinlich aber mit dem Fokus auf das Fotografieren – aber da muss ich mich noch gut vorbereiten, aber das ist eine andere Geschichte.

Was hat mir gut gefallen, die Reisegruppe selbst (da gab es immer was zu lachen), die Reiseleitung unser Guide Hr. Kien, der  wirklich sehr professionell aber auch sehr persönlich die ganze Reise organisierte und betreute (Dank noch mal an Hrn. Kien  der mit seinem Wissen und seinem Gesang brillierte), die Menschen in Vietnam selbst und last but not least das Land selbst.

Wenn ich schon beim Aufzählen bin, ich möchte natürlich die Anna Kathrin nicht vergessen, Sie war für das Controlling der Reise zuständig und durfte uns begleiten –  sie war und ist natürlich auch eine ganz besonders liebe junge und nette Dame. Sie hat zum Glück den Altersdurchschnitt der Gruppe doch deutlich  nach unten gedrückt, mehr darf ich hier nicht verraten 😉

vietnam scooter bike moped verkehr trafik

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Was ist so typisch an Vietnam, das ist schwer zu sagen, in der Stadt sicher der Verkehr, die Mopeds und der Lärm was mir zuerst einfällt. Am Land sieht es da ganz anders aus, aber das ist auch bei uns so. Erwähnen muss ich noch die Garküchen und die vielen „Einzelhandelsgeschäfte“, fast jedes Haus neben dem anderen hat sein eigenes Geschäft – das die alle ihr Geschäft machen kann ich nicht nachvollziehen.

vietnam garküchen vietnam garküchen

Zuerst muss ich mal nach Vietnam, naja mit dem Auto bin ich nur bis Graz gefahren, dann mit dem Bus nach Wien und mit der Qatar-Airline von Wien über Qatar/Doha nach Hanoi. Das mit der Anreise war dann doch relativ lange und anstrengend – also wenn ihr eine Möglichkeit habt, dann würde ich eine kürzere direktere Verbindung unbedingt empfehlen.

Anmerkung: Das Logo von Qatar-Airline ist eine Oryx Antilope und wenn man schon welche in der Natur gesehen hat – man vergisst sie nicht mehr –  sehr imposante Tiere und deshalb gefällt mir auch das Logo.

Die ersten 2 Tage waren dann schon mal weg mit Anreise und einchecken.

Am 3. Tag ging es dann mit der Besichtigungstour in Hanoi auch schon los: Ho Chi Minh Museums (genaugenommen wir sind nur vorbeigegangen – wir wollten uns nicht anstellen und das war auch gut so…) und des Mausoleums, der traditionellen „Stelzenhäuser“ und der Ein-Pfahl Pagode. Anschließend Besichtigung der ersten Universität Vietnams. Am Nachmittag Fahrt zum ethnologischen Museum.

Das ethnologische Museum ist natürlich schon interessant – nur ich hätte da noch gerne eine Steigerungsform gehabt – nur so wie die ausgestellten Häuser und wie die damals gelebt haben wird man heute nicht mehr leicht oder gar nicht vorfinden… oder man muss wirklich in die abgelegenen Bergdörfer ganz im Norden fahren – aber das geht mit einer großen Gruppe nicht wirklich leicht.

Danach Spaziergang rund um den Hoan-Kiem-See. Am Abend Besuch eines berühmten Wasserpuppentheaters – muss man natürlich gesehen haben.

Wenn man von der Provinz in so großen Städten wie zB Hanoi kommt, es ist wirklich überwältigend, diese Menschenmassen, der Verkehr, der für uns Europäer kaum vorstellbar ist  und die vielen Mopeds… kann nur sagen ein Wahnsinn

Tag 4 Fahrt in Richtung Halong Bucht. Einschiffung auf einer modernen Holzdschunke (Schiff) namens STAR Light und Erkundung der Bucht.

Im Norden Vietnam hatten wir generell immer so zwischen 17 bis 22°C und relative stark bewölkt bis fallweise leichter Nieselregen und so auch in der Halong Bucht. Zum Fotografieren bräuchte ich ein anderes Licht – naja, man kann nicht alles im Leben haben und so muss man mit dem was man vorfindet das Maximum rausholen.

Es war aber trotz des nicht ganz so schönen Wetters lustig und so hatten wir mehr Zeit für Essen und Trinken. Ich habe da blöderweise beim Cocktailtrinken auf die Eiswürfeln nicht gedacht –  die sollte man besser vermeiden  – ich hatte dann die nächsten 3 Tage leichte Probleme mit dem Magen –  da half dann auch mein präventive getrunkener Cognac nichts mehr… (Cognac kommt bei mir immer in die Reiseapotheke, zur Präventivvorsorge für Afrika und Asien und das hat bis jetzt bei mir immer geholfen…)

vietnam halong bucht

vietnam halong bucht

Tag 5 Schifffahrt vorbei an Kalksteinfelsen und Rückfahrt nach Hanoi mit Besichtigung der But Thap Pagode.

Auch wenn sie schön und interessant sind, ich für mich brauche natürlich nicht so viele Pagoden aber das gehört wahrscheinlich dazu und die 29 Touristen müssen ja auch irgendwie beschäftigt werden ;-).

Tag 6 Transfer zum Flughafen Hanoi und Flug nach Dong Hoi. Ankunft und Besuch der Phong Nha Höhle, die sich im Nationalpark Phong Nha Ke Bang befindet.

Tag 7 Stadtrundfahrt in Quang Binh mit Sicht auf die Kirche und den Nhat le Fluss. Anschließend Fahrt zum Vinh-Moc-Tunnel und Weiterfahrt nach Hue.

Tag 8 Am Morgen Fahrt mit einem Boot auf dem Parfüm-Fluss zur Thien Mu-Pagode. Anschließend Transfer ins Thuy Bieu Dorf und Fahrradtour. Am Nachmittag Besuch des Minh Mang Mausoleums. Anschließend Spaziergang über den Dong Ba Markt.

Tag 9 Am Morgen Besuch der kaiserlichen Zitadelle. Weiterfahrt nach Da Nang über den Hai-Van-Pass (Wolkenpass). Stopp am weißen Sandstrand von Lang Co mit Bademöglichkeit. Ankunft in Da Nang und Besuch des Cham Museums. Danach Fahrt nach Hoi An.

Tag 10 Am Morgen Fahrradtour durch eine Lagunenlandschaft nach Tra Que. Stopp bei einheimischen Bauern und Einführung in die lokale Küche.  Rückfahrt nach Hoi An und Besichtigung der japanischen Brücke, des chinesischen Tempels und des Hauses von Phung Hung.

Tag 11 Tag zur freien Verfügung – Ich habe mir ein Motorrad-Taxi genommen und lies mich den ganzen Tag in der Gegend herumfahren, direkt zu den Dörfern am Lande, zum My Son Sanctuary und dann noch zur einer Klamm namens „Khu du lch sinh thai Ngm Doi“ – was immer das auch heißt. Dieser Tag war schon recht abenteuerlich und ehrlich gesagt, ich war dann auch wieder sehr froh als wir heil zurück gekommen sind – den Verkehr auf der Straße und das mit dem Motorrad… das bin ich nicht gewohnt…

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Tag 12 Transfer zum Flughafen in Da Nang und Flug nach Saigon. Ankunft, Transfer ins Stadtzentrum und Stadtbesichtigung mit dem Posthaus von Saigon, der Kathedrale Notre Dame, des Kriegsmuseums, der Pagode Thien Hau u. v. m.

Tag 13 Fahrt nach Ben Tre und Besichtigung einer Ziegelbrennerei. Bootsfahrt entlang des Chet Say, einem Seitenarm des Mekong. Anschließend Stopp in einem kleinen Dorf und Besichtigung eine Handwerksstätte.

Endlich gibt es auch was Süßes zum Naschen, das ist gar nicht so einfach an Süßigkeiten ran zu kommen, bei uns in Österreich ist es schon fast normal täglich seinen Zuckergenuss zu befriedigen…

Weiterfahrt mi der „Xe Loi“ (Motor-Rikscha) oder dem Fahrrad durch das Dorf und Mittagessen bei einer lokalen Familie. Fahrt mit einem Sampan (traditionelles Boot) durch die Kanäle und danach Transfer nach Can Tho.

Tag 14 Am frühen Morgen Transfer zum Hafen Ninh Kieu und Besuch des “Schwimmenden Marktes”. Fahrt nach Saigon und Abendessen auf dem Boot.

Tag 15 Am Vormittag Fahrt nach Cu Chi und Besuch des Tunnelnetzes, das von vietnamesischen Kämpfern während des Krieges gebaut wurde. Rückfahrt nach Saigon, Transfer zum Flughafen in Saigon und Rückflug via Doha.

Tag 16 Ankunft in Wien und individuelle Heimreise.

Ich kann nur sagen, ich hoffe ich komme bald wieder nach Vietnam.

4 Kommentare
  1. Annkathrin
    Annkathrin sagte:

    Hallo Fritz,
    das sind sehr schöne Bilder & gleichzeitig eine Erinnerung an eine wirklich schöne Rundreise mit einer tollen Reisegruppe!

    Liebe Grüße aus Hanoi!

    Annkathrin

    Antworten
  2. Renate Zipfel
    Renate Zipfel sagte:

    Lieber Fritz,
    ein bißchen muss ich Dir widersprechen.
    Für uns waren gerade die Pagoden und Tempel interessant, da wir uns sehr für asiatische Kunst und deren Unterschiede interessieren. Ich könnte stundenlang Schnitzereien und Bilder anschauen.
    Das mit dem ethnologischen Museum fand ich auch gut (bei uns gibt es ja auch Stübing, Niedersulz, etc.) und man muss ja bedenken, dass nach den vielen, vielen Jahren Krieg nicht mehr sehr viel erhalten ist (praktisch von 1946 bis 1975).Und so bleibt ein wenig für die Jugend erhalten.
    Und nur Hanoi und der Norden ist nicht umfassend für das Land, da sich ja der Süden wesentlich unterscheidet. Es ist wie Peking und Shanghai, man muss beides Kennenlernen.
    Bei den Süßigkeiten muss ich Dir recht geben, aber das ist auch im ganzen asiatischen Raum so.
    Deine Fotos sind wirklich gut gelungen und bringen gute Eindrücke dieses schönen Landes.

    Antworten

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